switch to english START Anleitung Einstellungen Zeitleiste Ein Problem melden Seitenende

Verzeichnis : Glossar


Hier finden Sie Begriffe erklärt, die IN DUBIO PRO GEO verwendet. Diese sind im Text meist gelb grundiert und mit Tooltips versehen, außer Sie verhindern dies in den Einstellungen. Die Liste ist alphabetisch sortiert.

BegriffBedeutung
a posterioriaus Messwerten (Beobachtungen) geschätzt
a priorivor den Messungen bekannter, auf Erfahrungen basierter Wert
Ausfallwertfüllt in einer Datenliste alle fehlenden Werte eines Datentyps oder einer Spalte auf (Default-Wert)
blinder ZielpunktZielpunkt ohne Messwerte, wird im Universalrechner benutzt, um Polarwerte r,t,v,s,e zu erzeugen
BogenschnittNeupunktbestimmung in der Ebene mit zwei Festpunkten und zwei gemessenen Distanzen zu oder von diesen
Bonferroni-GleichungBeim multiplen Hypothesentest wird die Wahrscheinlichkeit für Entscheidungsfehler erster Art gleichmäßig auf alle Einzeltests aufgeteilt.
EinheitsvektorVektor der Länge 1
Entscheidungsfehler erster ArtFehler, dass eine zutreffende Nullhypothese abgelehnt wird
Euler-AchseRotationsachse durch den Ursprung, um die ein räumliches System in ein anderes durch eine einzige Rotation überführt werden kann, dargestellt durch drei Vektorkomponenten
Euler-Winkeldrei Rotationswinkel, mit denen durch drei Rotationen um definierte Achsen ein räumliches System in ein anderes überführt werden kann
Exzess-Kurtosiszeigt an, wie flach- oder steilgipflig die Messwert-Verteilung ist, im Vergleich zur Normalverteilung. Exzess-Kurtosis < 0: flachgipflig, = 0: normale Form (Gauß-Glocke), > 0: steilgipflig
falscher Nordwertauch ″falscher Hochwert″: Nordwert am Äquator, auf der Nordhalbkugel normalerweise 0. Ändern, wenn gekürzte Nordwerte verwendet werden!
falscher Ostwertauch ″falscher Rechtswert″: Ostwert am Zentralmeridian, normalerweise 500000. Ändern, wenn gekürzte Ostwerte verwendet werden!
FehlerfortpflanzungWeitergabe von Fehlern in Eingabegrößen an die Ergebnisgrößen, Verstärkung oder Abschwächung sind möglich
Gittersystemauf einem Meridianstreifen des Referenzellipsoids definiertes geodätisches Koordinatensystem, das nicht verzerrungsfrei, aber winkeltreu in die Ebene abgebildet werden kann. Bekannt sind UTM und Gauß-Krüger. Die Koordinaten heißen hier Nordwert, Ostwert, Höhe
Globaltestein χ²-Test, überprüft, ob a priori und a posteriori Standardabweichungen ausreichend übereinstimmen
GruppenrefraktivitätRefraktivität bezogen auf die Gruppengeschwindigkeit (Signalgeschwindigkeit) des Wellenpakets
HöhenindexfehlerAbweichung des gemessenen Zenitwinkels von Null, wenn das Fernrohr genau zum Zenit gerichtet ist
identische Punkteauch ″homologe Punkte″ oder ″Passpunkte″: Transformationspunkte, die in beiden Systemen denselben Namen und gegebene Koordinaten besitzen
Informationskriteriumein Maß für die Angemessenheit eines statistischen Modells für einen gegebenen Datensatz. Ein niedriger Wert zeigt ein passendes Modell an.
isometrische BreiteBreite, deren Parallelkreise zusammen mit den Meridianen ein Netz von Quadraten auf dem Ellipsoid erzeugen, die zu den Polen hin immer kleiner werden
konvexe Hüllekleinste konvexe Menge, welche die gegebenen Punkte enthält
konkavnach innen gewölbt
LinkssystemX=Daumen, Y=Zeigefinger, Z=Mittelfinger der LINKEN Hand, Blick auf Handteller
Loxodromeauch ″Kursgleiche″: Kurve gleichen Kurswinkels, die also alle Meridiane unter demselben Winkel schneidet
Matrixkonditionkennzeichnet bei Ausgleichungsproblemen den Grad der Fehlerverstärkung
Medianin einer sortierten Liste gleichartiger Werte derjenige Wert, welcher an der mittleren Stelle steht, selten ″Zentralwert″
Normalatmosphäreatmosphärische Bedingungen, für die der zu korrigierende Distanzmesswert gelten würde
NormalschwereWert der Schwerebeschleunigung im Normalschwerefeld, einem einfachen Modell für das tatsächliche Schwerefeld der Erde
offenes PolygonPolygon, bei dem der erste und letzte Eckpunkt nicht durch eine Seite verbunden sind
Parallelkreisauch ″Breitenkreis″: Kreis auf dem Referenzellipsoid, der Punkte gleicher Breite verbindet
PhasenrefraktivitätRefraktivität bezogen auf die Phasengeschwindigkeit (Geschwindigkeit einer Wellenfront) des Wellenpakets
Polygondurchmessermaximaler Abstand zweier Ecken
QuadrikFläche zweiter Ordnung, speziell Kugel, Ellipsoid, Hyperboloid, Paraboloid
Quartilabstandauch ″Interquartilabstand″: Abstand des ersten und dritten Quartils (Viertelwerts). Innerhalb dieses Intervalls liegen 50% aller Werte einer Größe.
Quaternionhier: Parameter zur Beschreibung einer allgemeinen räumlichen Rotation, hierfür oft geeigneter als Euler-Winkel
RechtssystemX=Daumen, Y=Zeigefinger, Z=Mittelfinger der RECHTEN Hand, Blick auf Handteller
RedundanzanteilAnteil einer Beobachtung an der Gesamtredundanz = Grad der Kontrollierbarkeit durch andere Beobachtungen in der Ausgleichung
Redundanzauch ″Freiheitsgrade″: Anzahl der überschüssigen Beobachtungen
reduzierte BreiteBreite des Punktes P′ auf der Umkugel, kommt als Rechengröße in vielen geodätischen Formeln vor
RefraktivitätDie Refraktivität N steht mit dem Brechungsindex n in der Beziehung N=(n-1)*10^6
Rektangularprojektionauch ″rechteckige Plattkarte″: Meridiane und Parallelkreise bilden ein Kartennetz gleich großer Rechtecke.
rektifizierte BreiteBreite μ proportional zur Meridianbogenlänge, so dass die Parallelkreise mit μ=1°, 2°,..., 89° den Meridianquadrant in 90 gleichlange Stücke teilen
Restklaffungauch ″Restklaffe″: gegebene Koordinate minus aus Transformationsparametern berechnete Koordinate
robuste SchätzungSchätzung von Parametern, die nicht durch Modell- oder Datenfehler grob verfälscht wird, z.B. durch grobe Fehler in den Beobachtungen
RückwärtsschnittStandpunktbestimmung in der Ebene mit drei bekannten Zielpunkten und drei gemessenen Richtungen zu diesen
Scherungauch ″Transvektion″: affine Abbildung der Ebene auf sich selbst, bei der der Flächeninhalt erhalten bleibt, Winkel sich jedoch ändern
Schiefezeigt an, wie symmetrisch oder unsymmetrisch die Messwert-Verteilung ist. Schiefe < 0: linksschief, = 0: symmetrisch, > 0: rechtsschief
Schrägdistanzauch ″Schrägstrecke″ oder ″Raumstrecke″: räumlicher Abstand von Stand- und Zielpunkt
SpannweiteMaximum minus Minimum gleichartiger Werte
StandardabweichungMaß für die Größe zufälliger Messabweichungen, früher: ″mittlerer Fehler″
VorwärtsschnittNeupunktbestimmung mit zwei bekannten Punkten und Richtungswinkeln sowie ggf. Zenitwinkel zu oder von diesen
Zentralmeridianbei Gittersystemen (UTM,Gauß-Krüger etc.) der Meridian in der Mitte des Meridianstreifens
ZielachsfehlerAbweichung der optischen Achse des Fernrohrs aus der Ebene senkrecht zur Kippachse des Instruments
Zielhöhegibt die Höhe des Reflexionspunktes bzw. anvisierten Punktes über der Zielpunktvermarkung an (normalerweise Null, wenn die Vermarkung direkt anvisiert wird)
Zufallsstichprobehier: Menge unabhängiger Realisierungen einer stetigen Zufallsvariable
Schon gewusst? Durch Klick auf rufen Sie jederzeit eine kontextbezogene Anleitung auf.
©Rüdiger Lehmann    Impressum
24.10.2017 06:08 (Zeitzone Berlin)
START Anleitung r.lehmann@htw-dresden.de Seitenanfang HTW Dresden, Fakultät Geoinformation